Lokale Ökonomie :: Referenzen
Abgeschlossene Projekte
- eMobility in Mitte
- Bausteine für die Entwicklung gewerbliche Potenziale in Mitte
- Integriertes Standortmanagement IStM Moabit West
- Umnutzung von ehemaligen Bahnflächen Berlin-Tiergarten
- KdF-Bad Prora/Rügen
- Alter Schlachthof Eldenaer Straße
eMobility in Mitte
Zeitraum: September 2013 bis August 2015
Berlin-Brandenburg ist eines der vier bundesweiten "Schaufenster der Elektromobilität". Der Bezirk Mitte als das Zentrum der deutschen Hauptstadt will das Thema und die Potenziale der Elektromobilität deutlich und sichtbar mit Bezirk herausstellen und stärken.
Dazu führt die Wirtschaftsförderung des Bezirks Mitte, in Kooperation mit den externen Dienstleistern S.T.E.R.N. GmbH, ProTech Allesch und STATTwerke Consult das Projekt eMobility in Mitte durch. In dessen Rahmen werden Aktivitäten und Maßnahmen entwickelt, um Unternehmen der Elektromobilität verstärkt im Bezirk zu binden und elektromobile Nutzungen im Hauptstadtbezirk zu implementieren. Dazu werden Teilprojekte im Bereich Infrastruktur auf Verwaltungsebene wie im Stadtraum umgesetzt. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen bzw. Potenziale gehoben werden, um den Einsatz von Elektrofahrzeugen sowohl in der bezirkseigenen Flotte wie in der Wirtschaft zu fördern und zu stärken. Dazu werden besonders Aktivitäten entwickelt für den Einsatz der Elektromobilität im Tourismus und im Wirtschaftsverkehr/ der Stadtlogistik. Verschiedene Marketingaktivitäten und Veranstaltungen sorgen für die weitere Verbreitung und Vertiefung der Nutzung e-mobiler Angebote.
Unter anderem wird dazu mit den FuE-Einrichtungen - TU, Fraunhofer-Gesellschaft - kooperiert,sowie das Projekt damit in die Aktiviäten der nationalen Modellregion "Schaufenster der Elektromobilität Berlin-Brandenburg" der Berliner Agentur für Elektromobilität (eMO) eingebunden ist.
Bausteine für die Entwicklung gewerbliche Potenziale in Mitte
Analyse und Klassifizierung gewerblicher Standorte im Bezirk Mitte - Profilierung durch wirtschaftsdienliche Maßnahmen (WDM)
Zeitraum: 2006 bis 2007
Nördlich des Tiergartens und des Regierungsviertels zieht sich ein Gewerbeband von Martinickenfelde über den Westhafen und den Großmarkt entlang ehemaliger Bahnflächen und Brachen bis hin zum BIG/TIB. Teils intensiv genutzt, größtenteils brachliegend, bietet dieses Gebiet aufgrund der zentralen Lage und Nähe zu Forschungseinrichtungen, Kliniken etc. erhebliche Potenziale einer mittelfristigen Aufwertung. Zentrale Aufgaben sind die Standortprofilierung und Flächenqualifizierung, die durch die Projektierung über einen längeren Zeitraum wirken und durch Bestandssicherung, Neubelegung und Kooperationen zukunftsfähige Akzente setzen sollen. Neben der Aufbereitung der Standorte als Arbeitsgrundlage und Informationssystem für die Verwaltung wird auch eine nach außen gerichtete Strategie entwickelt: Präsentation und Bewerbung der Wirtschaftsstandorte für Investoren mit Profilbildung, Darstellung von möglichen Synergieeffekten sowie Entwicklung von Clustern (Kerne, Branchenschwerpunkte). Dieses Kooperationsprojekt wird von der S.T.E.R.N. ? Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung - und der STATTwerke Consult GmbH durchgeführt.
Integriertes Standortmanagement IStM Moabit West
Standortmanagement - Standortmarketing
Zeitraum: 1999 bis 2004
Das Industriegebiet Moabit West ist das größte innerstädtische Industriegebiet Berlins, in dem vom Weltkonzern bis zum kleinen Metallbetrieb Hunderte von Unternehmen ihren Sitz haben. Dennoch musste Ende der 90er Jahre aufgrund struktureller Veränderungen ein Flächenleerstand von über 60.000 qm und der Abbau von mehr als 9.000 Arbeitsplätzen konstatiert werden, sodass ein enormer Handlungsdruck entstand.
Zusammen mit der S.T.E.R.N. GmbH übernahm STATTwerke das Integrierte Standortmanagement ? in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft und dem Stadtplanungsamt Mitte. Ziel war die Umsetzung von standortentwickelnden Maßnahmen zur Revitalisierung dieses bedeutenden, innerstädtischen Industriegebietes.
Mit einem aktiven Flächen-, Projekt- und Beratungsmanagement wurden im Zeitraum von 1999 bis 2004 Impulse gesetzt und Anstöße gegeben, die eine Verdichtung und nachhaltige Nutzung nach sich zogen. Wesentliche Aufgabenschwerpunkte waren:
- Aufzeigen und Initiieren von gebietsübergreifenden Entwicklungs- und Transfermöglichkeiten
- Förderung der Kooperation von Betrieben mit Forschungseinrichtungen
- Beratung bei Umstrukturierung sowie städtebaulichen, betriebswirtschaftlichen oder fördertechnischen Fragen
- Standortsicherung und ?ausweitung durch Integration der Logistiksparte des Industriebetriebs TEMIC
- Standortmarketing durch Printmedien (in der Broschürenreihe "Das Neue Berlin") und Präsentation im Business Location Center BLC (Homepage Wirtschaftsförderung Berlin)
Umnutzung von ehemaligen Bahnflächen Berlin-Tiergarten
Flächenmanagement und Initiierung von Kaufverhandlungen
Zeitraum: 1999 bis 2004
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfügte die Bahn über enorme Flächenpotenziale in innerstädtischen Lagen: Gleisanlagen, Rangier- und Güterbahnhöfe, Lok- und Lagerschuppen dienten der Ver- und Entsorgung der stetig wachsenden Städte. Bedingt durch logistische Veränderungen und reduziertem Flächenbedarf liegen diese Areale brach und werden von der Bahn veräußert.
Entlang der Quitzowstraße (Bezirk Tiergarten) haben sich im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte ca. 65 kleine Unternehmen auf Bahnparzellen niedergelassen. Ein Verkauf an Dritte hätte die Verdrängung und auch die Existenzaufgabe etlicher Unternehmen bedeutet. In einem mehrjährigen Aushandlungsprozess mit der VIVICO (Bahntochter), dem Bezirk und Land Berlin gelang es, einen wesentlichen Bereich im Bestand für die Unternehmen zu sichern (aus Pächtern wurden Eigentümer) und im Gegenzug der VIVICO auf einem Areal eine höherwertige Vermarktung zuzugestehen.
Im Rahmen des Forschungsprogramms "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung hat eine Expertenrunde das Land Berlin für das Projekt "Integriertes Flächenmanagement Block 9" ausgezeichnet. Als einer der besten Beiträge des Projektaufrufes "Vom Reißbrett aufs Gleisbett" wurde das Projekt von S.T.E.R.N. und STATTwerke zusammen mit neun weiteren aus 101 Bewerbungen als Best Practice "Neue Urbanität auf alten Bahn-flächen" ausgewählt.
KdF-Bad Prora/Rügen
Gewerbeberatung und Machbarkeitsuntersuchung
Zeitraum: 1996 bis 1997
Die 4,5 km langen Ruinen und ehemaligen KdF-Gebäudekomplexe in Prora auf der Insel Rügen gelten als Synonym für den ersten Massentourismus (Kraft durch Freude im Rahmen der Kriegs-, Lebensraum- und Rassenpolitik) und architektonische Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus.
Durch ein vom Bundesfinanzministerium der S.T.E.R.N. GmbH übertragenes, diskursives Verfahren, an dem alle relevanten Akteure (Wasser- und Schiffahrtsamt, Politik, Denkmalschutz, Wirtschaft u.a.) teilnahmen, sollte ein integratives Nutzungs- und Machbarkeitskonzept für den an exponierter Strandlage befindlichen „Koloss von Rügen“ entwickelt und umgesetzt werden.
STATTwerke oblag in diesem Zusammenhang die Betreuung des zahlreich ansässigen Gewerbes, um für diese unter Hinzuziehung neuer Nutzungen (Hotellerie, Wellnesseinrichtungen, Ganzjahresfreizeitbad) strategische Wirtschaftlichkeits- und Standortkonzepte zu entwickeln.
Alter Schlachthof Eldenaer Straße
Gewerbeberatung und -sozialplanung
Zeitraum: 1995 bis 1996
Anfang der 90er Jahre wurde das Gelände des ehemaligen Berliner Schlachthofes als Entwicklungsgebiet förmlich festgelegt ? hier sollte im Rahmen der Berliner Olympia-2000-Bewerbung der zentrale Pressestandort entstehen. Die Olympia-Bewerbung scheiterte, so dass das Areal unter dem Gesichtspunkt der Nutzungsmischung von Wohnen, Infrastruktur und Gewerbe entwickelt wurde.
In den ehemaligen Stallungen und Gebäuden, die den II. Weltkrieg überstanden, hatten sich seit Anfang der 90er Jahre viele Kleinstunternehmen angesiedelt, die dem Entwicklungsziel konträr gegenüber standen. Im Rahmen der Bestandserhebung und -beratung galt es, Grundsätze für den Sozialplan zu entwickeln, so dass das ansässige Gewerbe im Bestand gesichert bzw. sozialverträglich verlagert wurde.
